Eine ganz besondere Schulstunde auf dem Acker


 

Am Montag, den 07. Mai 2018 erlebte die 1. Klasse der Grundschule Neukirchen vorm Wald ein paar ganz besondere Schulstunden. Auf Einladung von Familie Madl hin, ging es für die 1. Klasse, die Klassenlehrerin Frau Spannbauer und drei Praktikantinnen der Universität Passau auf einen Acker der Familie. Dort sollte ein neues Projekt mit den Grundschülern gestartet werden: im Rahmen des Sachunterrichts wird in der nächsten Zeit das Thema Kartoffel behandelt und da dies ganz genau betrachtet werden soll, ist es wichtig, das Wachstum von der Knolle bis zur Pflanze zu beobachten. Passend dazu bekam jedes Kind eine „eigene“ Kartoffelpflanze. Dazu waren wir also auf dem Acker – unsere Aufgabe war es, diese Kartoffeln erst einmal in die Erde zu stecken, sodass daraus eine ganze Pflanze wachsen kann. Als wir ankamen, waren Herr und Frau Madl bereits fleißig, fuhren Erddämme in den Boden, entfernten große Steine und stellten Kisten mit Kartoffeln bereit. Alle Kinder waren schon ganz aufgeregt und wollten schnell mit der Arbeit beginnen. Doch vorab erklärte Herr Madl ihnen, was man beim Stecken beachten muss, welche Knollen sich dafür eignen und wie lang es dauert, bis aus der gesteckten Kartoffel eine neue, große Pflanze wird.

Was kann man aus dem Gemüse eigentlich alles herstellen? Das wussten die Erstklässler ganz genau: Kartoffelbrei, Pommes, Kartoffelrösti und Vieles mehr. Wie viel Zeit und Arbeit darin steckt, bis es einmal so weit ist, das wussten einige noch nicht – außer diejenigen, die bereits mit ihren Eltern Kartoffeln und anderes Gemüse angepflanzt hatten.

Nach der Einführung ging es endlich los: Herr Madl hatte extra eine Schnur mit Namensschildern vorbereitet, die sich im Abstand von 35-50 cm befanden. Das ist die Strecke, die zwischen zwei Kartoffelpflanzen liegen muss, damit sie gut wachsen können. Nun durfte sich jedes Kind eine Kartoffel nehmen und diese einsetzen.

 

Dabei musste jeder darauf achten, dass die Knollen weit genug unter die Erde gesetzt werden. Ideal war es dort, wo der Boden nicht mehr weich und krümelig war, sondern anfing, etwas fester und feuchter zu werden. Da auf dem Acker noch viel mehr Platz für weitere Kartoffelpflanzen war, durften wir dabei zusehen, wie schnell das mit einer „Kartoffel-Steck-Maschine“ geht

 

War das jetzt schon alles? Nein, damit ist es noch nicht getan. Unsere Pflanzen müssen noch regelmäßig gegossen, gehegt und gepflegt und von hungrigen Kartoffelkäfern befreit werden bis sie dann im Spätsommer geerntet werden können.

Das war ein toller, erlebnisreicher Tag! Wir freuen uns auf den nächsten Ackerbesuch!

 

In diesem Rahmen möchten wir uns herzlich bei Familie Madl bedanken für ihre Zeit, Mühe, tolle Einblicke und eine wirklich ganz besondere Schulstunde.